Weissbuche / Hainbuche
Die Weissbuche oder auch Hainbuche ist je nach Land und Region unter verschiedenen Namen, wie beispielsweise Hagenbuche, Carpinus betulus, Weißbuche, bekannt. Sie gehört zur Gattung der Hainbuchen aus der Familie der Birkengewächse. Erste urkundliche Erwähnungen gehen auf eine Alemannensiedlung von 850 (Haganbuah) und auf 1189 (Hagenbuochon) zurück. Die Namen Hagebuche und Hainbuche leiten sich vom althochdeutschen „haganbuoche“ ab. Der Begriff „hag“ erklärt sich als „Zaun“/ „Hecke“ und definiert so Ihre Eigenschaft zur hervorragenden Schnittfähigkeit. Der jüngere Name „Hain“ steht seit dem Mittelalter für „Wäldchen“, „Busch“. Da Hainbuchen ohnehin klimatolerant sind und auch auf dem freien Feld gut einschlagen, ist eine typische Bildung von Hainen (kleinen Wäldern) möglich. Der zweite Namensteil „Buche“ ist, was Form, Größe, Musterung der Blätter betrifft, der Ähnlichkeit mit der Rotbuche (lat. Fagus sylvatica) zuzuschreiben. Der Name „Weissbuche“ beruht auf der im Gegensatz zur Rotbuche hellen Holzfarbe.
Die Weissbuchenhecke bekommt im Mai ihre zarten Blüten und ab Juli entwickeln sich ihre geflügelten Früchte. Das Blatt ist frischgrün, treibt früh aus und bleibt teilweise bis zum Frühjahr in einem honigfarbenen Herbstton an der Pflanze haften. So besitzt sie auch zu dieser späten Jahreszeit noch einen Wind- und Sichtschutz.
Das Laub der Weissbuche ergibt einen wertvollen Humus und wirkt Boden verbessernd. Die Hagebuche (Weissbuche) zählt zu den Vogelschutz- und Nährstoffgehölzen. Als Tiefwurzler hat sie gegenüber vielen anderen Heckenpflanzen den Vorteil, dass sie keine Schäden an Bodenbelägen verursacht.
Weissbuche / Hainbuche Fragen und Antworten
Wann kann ich die Weissbuche als Wurzelware pflanzen?
Eine Frage zur Weissbuche / Hainbuche am 21.08.2011
Als Wurzelware kann die Weissbuche je nach Witterung von Anfang Oktober bis etwa Mitte Mai gesetzt werden. In den Wintermonaten sollte der Boden offen sein, damit die Weissbuche ohne Probleme gepflanzt und gegossen werden kann.
Ab wann kann ich die Weissbuche schneiden?
Eine Frage zur Weissbuche / Hainbuche am 29.08.2011
Die Weissbuche sollte das erste mal direkt nach der Pflanzung geschnitten werden. Der normale Schnitt erfolgt meist Ende Juni. Je nach Bedarf kann die Weissbuche noch ein weiteres Mal im September geschnitten werden.
Muß ich meine Weissbuchenhecke düngen?
Eine Frage zur Weissbuche / Hainbuche am 11.09.2011
Die Weissbuche sollte gerade in den ersten Jahren einmal im Jahr mit Depotdünger oder Kompost versorgt werden. Das Düngen sollte im Frühjahr zum ersten Wachstumsschub erfolgen. Harken Sie den Dünger an der Weissbuche leicht unter.
Ich habe eine alte Weissbuchenhecke. Kann ich diese verjüngen?
Eine Frage zur Weissbuche / Hainbuche am 28.09.2011
Weissbuchen hecken lassen sich recht gut verjüngen. Schneiden Sie diese stark zurück (etwa auf ein Drittel der Höhe), entfernen Sie abgestorbene und zu dicke Äste und füllen Sie die Lücken, sofern diese vorhanden sind, mit jungen Weissbuchensträuchern auf.
Verliert die Weissbuche im Herbst die Blätter?
Eine Frage zur Weissbuche / Hainbuche am 10.10.2011
Die Weissbuche oder Hainbuche verliert zum Winter meistens ihr ganzes Laub. Die Rotbuche behält die vertrokneten Blätter bis zum Neuaustrieb im Frühjahr und bietet daher im Gegensatz zur Weissbuche auch im Winter einen guten Sichtschutz.
Ich habe kleine Kinder. Ist die Weissbuche giftig?
Eine Frage zur Weissbuche / Hainbuche am 22.10.2011
Die Weissbuche ist nicht giftig. Sie bildet auch keine Beeren oder Blüten aus welche schädlich sein könnten.
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