Liguster Atrovirens
Der Liguster Atrovirens gehört aufgrund seiner beachtlichen Eigenschaften und Verwendungsmöglichkeiten nicht nur zu den beliebtesten sondern auch zu den unentbehrlichsten Heckenpflanzen. Überdies wird er als Pionierpflanze für Rohböden und als schattenverträgliches Solitärgehölz geschätzt.
Der Ligustrum ist allgemein robust, besonders krankheitsresistent und erfreulich genügsam in der Pflege. Er passt sich fast jedem Untergrund an und ist zudem schnellwüchsig.
Der Liguster Atrovirens bietet mit seinem dichten Laub hervorragenden Sichtschutz und lässt sich, ähnlich wie der Buchsbaum, durch entsprechenden Schnitt und Pflege leicht und geschickt in Form bringen. Ob als Böschungsbegrünung, zur Grundflächenumrahmung oder als Stilelement, in geometrisch gefasste Formen, wie Bögen, Karrees und Labyrinthen, der Garten- und Landschaftsgestaltung sind mit diesem Gehölz keine Grenzen gesetzt.
Der Ligustrum kann über 4 Meter hoch wachsen und mehrere Jahrzehnte alt werden.
Das dichte, kleinblättrige Buschwerk dient zudem Gartennützlingen und Kleintieren als Futterpflanze, Brutplatz oder Versteck.
Ein regelmäßiges Schneiden der Ligusterpflanzen fördert ihre Laubdichte und verjüngt sie. Ihre Blätter erscheinen in neuer, satter und mannigfaltiger Färbung.
Name: Liguster Atrovirens trägt auch den Namen Rainweide und Tintenbaum. Die Bezeichnung Ligustrum hat seinen Ursprung im lateinischen Wort ligare, was übersetzt anbinden, verbinden, binden heißt. Damals nutzte man die weidenähnlichen, biegsamen Triebe dieser Pflanze als Flechtwerk. Den Saft der Früchte verwendete man zum Färben von Wein und zur Herstellung von Tinte.
Der deutsche Beiname „gemein“ bzw. der Artname „vulgare“ drücken aus, dass die Pflanze allgemein bekannt ist.
Arten: Die Liguster sind eine Pflanzengattung aus der Familie der Ölbaumgewächse (Oleaceae), zu denen auch die Gattungen der Abeliophyllum, Fortsythia, Fraxinus, Jasminum, Olea und Syringa zählen.
Die Liguster-Arten bilden sommer-, winter- und auch immergrüne Sträucher oder kleine Bäume. Die gegenständigen, ungeteilten, Laubblätter sind kurz gestielt und ganzrandig. Die weißen und gelblichen, meist vollriechenden Blüten stehen endständig und in rispiger Blütenfülle. Die Früchte sind 1 bis 4samige, meist bleigraue bis schwarz glänzende Beeren.
Bekannt sind annähernd 50 Ligustrum-Arten. Ihren Ursprung haben sie vorwiegend im östlichen Asien, einige wenige in Europa, Afrika und Australien. In Europa, speziell in Mittel- und Süddeutschland, ist lediglich der Gewöhnliche Liguster (Liguster Atrovirens) heimisch.
Anmerkung: Pflanzenteile des Liguster Atrovirens, wie Rinde, Blätter und Beeren gelten als schwach giftig. Die Aufnahme von größeren Mengen an Beeren kann beispielsweise zum Erbrechen führen sowie Kopfschmerzen oder Magen- und Darmbeschwerden hervorrufen.
Liguster Atrovirens Fragen und Antworten
Kann ich eine alte Ligusterhecke verjüngen?
Eine Frage zum Liguster Atrovirens am 09.02.2011
Da der Liguster Atrovirens schnell wächst und auch sehr triebig ist, kann die alte Hecke stark eingekürzt werden. Totes Holz dabei komplett entfernen. In die eventuell entstanden Lücken lassen sich gut Ligustrum-Stecklinge setzen, damit die Hecke später wieder überall dicht wird.
Wie schmal kann ich den Liguster halten?
Eine Frage zum Liguster Atrovirens am 18.12.2010
Der Liguster Atrovirens kann als Hecke bis auf 25-30 cm gehalten werden. Dies geht je nach Standort bis zu einer Höhe von 120 cm. Je höher die Liguster Atrovirens hecke wird, desto breiter muß sie auch sein. Gerade in windigen Abschitten besteht sonst die Gefahr, daß die Hecke kippen kann.
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