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Geißblatt

Das Geißblatt, auch Jelängerjelieber genannt, windet sich liebevoll 3 bis 8 Meter an Bäumen, Lauben, Obelisken oder Pergolen empor und verbreitet so seinen betörenden Charme aus luftiger Höhe.

Bekannt für ihre lang andauernde und effektvolle Blütezeit, bietet diese verholzende Kletterschönheit von Juni bis September, eine nektarreiche Blütenpracht mit partiell an Honig erinnerndem Blütenparfüm. Ihre imposanten Blütenstände, ihr saftig grünes Blattwerk und ihre im Herbst erscheinenden Fruchtbeeren präsentiert sie im charakteristischen Farbekontrast.

Diese Kletterpflanzen kommen mit sehr wenig Licht aus. Bei direkter Sonneneinstrahlung drohen Frostschäden. Der Wurzelbereich benötigt schattige, kühle und feuchte Standorte, um vor Austrocknung geschützt zu sein.

In der Gattung gibt es zahlreiche aus Nordamerika und aus den Gebirgen Europas stammende Arten, die sich als Zierpflanze kultiviert, in Garten- und Parkanlagen in gewissem Umfang etabliert haben. Man findet es aber auch verwildert in lichten Wäldern und auf Heideböden, wo es kalkhaltige Böden bevorzugt.

Das Geißblatt erhielt ihren Namen aufgrund ihres Kletterstils, der dem einer Geiß ähnelt. Die Geißblattgewächse (Caprifoliaceae, lateinisch capra = Ziege und folium = Blatt) sind eine Pflanzenfamilie in der Ordnung der Kardenartigen (Dipsacales).

Der Wurzelauszug des Gartengeißblattes fand einstmals als blaues Färbemittel Verwendung. Ein Aufguss aus den Blüten wurde in der früheren keltischen und chinesischen Kräuterheilkunde gegen Leberbeschwerden und Atemwegsinfektionen eingesetzt. Heutzutage werden diese Pflanzenbestandteile jedoch nicht mehr genutzt, da eine falsche Dosierung leichte Vergiftungssymptome (z. B. Erbrechen) hervorrufen kann.

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