28.02.2012

Der „warm blühende“ Nieswurz



Nieswurz oder botanisch Helleborus foetidus, ist eine außergewöhnliche Wildstaude, die auch gut in den heimischen Garten passt.

Faszinierenderweise kann diese Pflanze mit einer ganz außergewöhnlichen Eigenschaft aufwarten, sie kann nämlich „warm blühen“!
Helleborus foetidus heizt ihre sehr früh blühenden Blüten so auf, dass der Nektar darin etwas wärmer ist, als die Umgebung. Möglich machen dass Hefepilze, die sich vom Zucker im Nektar ernähren und durch ihren Stoffwechsel die Blüten erwärmen.
Da Nieswurz schon ab Februar sprießt und oft auch schon anfängt zu blühen, muss sie sich für die wenigen Insekten, die so früh im Jahr aktiv sind besonders begehrenswert zeigen, um ihre Bestäubung zu sichern.
Helleborus foetidus ist eine auffallend zähe, genügsame und pflegeleichte Pflanze.
Auf einem geeigneten Platz wird sie mit stark geschlitzten Blättern, reich verästeltem Blütenstand und grünlich-gelben, vorn rot gesäumten Blüten, bis zu 50 Zentimeter hoch.

Nieswurz gilt als sehr anpassungsfähig an mehr oder weniger beschattete Plätze, verträgt in niederschlagsreichen Gegenden auch ziemlich viel Sonne, erweist sich als gesund, langlebig und ist ein guter Partner für wüchsige Farne, Schattengräser und andere Stauden.