03.11.2012

Die Apfel- und Birnenernte ist nichts für hektische Grobiane!

Bei der Apfel- und Birnenernte kann man gar nicht sorgsam und vorsichtig genug vorgehen, um das Fruchtholz nicht versehentlich zu verletzen. Das Fruchtholz ist nämlich der wertvollste Teil der Obstbäume, da aus diesen Trieben die Blüten und später die Früchte entstehen. Wird das Fruchtholz beschädigt, so hat das auf jeden Fall negative Auswirkungen auf den Fruchtertrag im nächsten Jahr.
Äpfel und Birnen werden am besten von Hand gepflückt. Damit die Früchte mit Stiel aber ohne zusätzliches Fruchtholz geerntet werden können, greift man mit der Hand die pflückreifen Früchte, hebt sie etwas an und löst sie mit einer leichten Drehung vom Fruchtholz. Die Ausgewachsenen und pflückreifen Früchte bilden zwischen Stiel und Fruchtholz eine Trennschicht und erleichtern uns dadurch die Ernte.
Kommt ein Obstpflücker zum Einsatz, um die hoch hängenden Früchte zu erreichen, ist es leider unumgänglich das hin und wieder Fruchtholz mit abgerissen wird aber auch hier kann einiges an Schaden vermieden werden, wenn mit Geduld und ruhiger Hand geerntet wird.

Für die Apfel- und Birnenernte sollte sich immer ausreichend viel Zeit genommen werden, denn mit Schnelligkeit und roher Gewalt fügt man seinen Obstbäumen nur unnötigen Schaden zu und Schaden am Fruchtholz bedeutet immer geringere Fruchtbildung im kommenden Jahr.