05.08.2013

Die emsige Honigbiene: häufigster Blütengast

Mit einem sanften Brummen fliegt sie durch die Gartenlandschaft auf der Suche nach Futter und übernimmt dabei nicht nur die wichtige Funktion der Bestäubung sondern ebenso die Produktion unseres allseits beliebten Naturprodukts Honig.

Da die fleißigen Honigbienen vornehmlich bei schönem Wetter fliegen und somit in diesem recht kalten Frühjahr noch in Untätigkeit verweilten, nutzen sie nun umso mehr die hochsommerlichen Temperaturen für einen ergiebigen Endspurt.

Man geht davon aus, dass die Honigbiene als Gattung bereits seit 100 Millionen Jahren existiert. Seit je her sind auch die Menschen von diesem sozialen Insekt fasziniert. Ihre Bedeutung wussten bereits die alten Ägypter für sich zu nutzen, indem sie den süßen Honig als Naschwerk und Propolis (Bienenharz) als Bestandteil für die Mumifizierung nutzten.

Für eine gesündere Zukunft und den Erhalt der Bienen- bzw. Insektenwelt ist es jedoch wichtig und geradezu unumgänglich zukünftig monotone Anpflanzungen sowie Insektizide zu reduzieren.

Mit der EU-Beschränkung ist bereits ein erster Schritt in die richtige Richtung getan. Ab 1. Dezember 2013 dürfen die Stoffe Clothianidin, Imidacloprid und Thiamethoxam in zahlreichen Kulturen nicht mehr angewandt werden. Diese Stoffe stehen in Verdacht, die europäische Honigbienenpopulation zu gefährden. Der EU-Gesundheitskommissar Tonio Borg erklärte in einer Stellungnahme, dass angesichts der zahlreichen Risiken, die im wissenschaftlichen Gutachten der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit festgestellt wurden, man sich nunmehr in der Verpflichtung sieht, Möglichstes zu tun, um die Honigbienen zu schützen. Das Verbot soll spätestens nach Ablauf von zwei Jahren überprüft werden.

Wir freuen uns über diese Maßnahme und hoffen, dass weitere Schritte folgen.