06.02.2012

Eine günstige Vermehrung von Gartengehölzen



Gartengehölze lassen sich durch eine eigene Aufzucht einfach und preiswert vermehren. Zum Zweck der Vermehrung ist es jetzt wichtig die sogenannten Steckhölzer zu schneiden. Steckhölzer sind Stücke von einjährigen Trieben die sich im winterlichen Ruhezustand befinden. Von Anfang November bis Ende Februar können sie gefahrlos geschnitten werden.

Beliebte Arten, die man durch Stecklinge aus reifem Holz leicht vermehren kann sind zum Beispiel Deutzie, Flieder, Feige, Forsythie, Hartriegel, Heckenkirsche, Johanniskraut, Kerrie, Liguster, Pappel, Pfaffenhütchen, Sanddorn, Schneebeere, Spierstrauch und Weide.
Sind die Ruten zurechtgeschnitten, werden sie im nächsten Arbeitsschritt auf eine Länge von etwa 20 Zentimeter gekürzt. Beim Kürzen der Ruten sollte darauf geachtet werden, dass die oberste Knospe gut ausgebildet und ausgereift ist.
Als nächstes werden die so vorbereiteten Steckhölzer sortenspezifisch zu Bündeln von 20 bis 40 Stück zusammengefasst. Beim Bündeln ist es wichtig darauf zu achten, dass der basale Teil der Steckhölzer, damit ist das zur Wurzel zeigende Stück gemeint, in eine Richtung zeigt. Anschließend steckt man die Hölzer mit dem basalen Ende voran in Kästen mit feuchtem Sand und füllt diese mit weiterem feuchtem Sand auf.
Gelagert werden die so präparierten Hölzer bis zum Auspflanzen an einem frostfreien Ort.
Im März kann dann im Freiland ein Beet mit lockerer Erde vorbereitet werden, in die man später die Steckhölzer im Abstand von 5 x 15 Zentimeter einpflanzt.
Nachdem die Hölzer tief in den Boden gesteckt wurden bekommt das Beet eine Mulchschicht, die dafür sorgt, dass die Feuchtigkeit im Boden bleibt und das Aufkeimen von Wildkräutern und Unkraut verhindert.

Im nächsten Frühjahr können die bewurzelten Steckhölzer schließlich ausgegraben werden.
Nach dem Kürzen der Neutriebe und der Hauptwurzel erhält man ein Portfolio neuer Gehölze die sich fantastisch für die Gartengestaltung eignen.