13.02.2012

Ist das „Saatgut“ noch „gut“?



Der Winter hat seinen Zenit erreicht und das Frühjahr rückt langsam in greifbare Nähe, wer in der kommenden Gartensaison vorhat sich vielleicht auch an neue Pflanzensorten heran zu wagen, sollte schleunigst die aktuellen Pflanzenkataloge durcharbeiten und zügig bestellen.

Sammelbestellungen die mit Gartennachbarn, Freunden und Verwandten aufgegeben werden, schonen durch eingespartes Porto die Geldbörse und durch den gebündelten Transport ganz nebenbei auch noch die Umwelt.

Vor einer übereilten Bestellung empfiehlt es sich jedoch das vorhandene Saatgut der vergangenen Saison zu sichten und die Qualität zu überprüfen.
Die Qualität von älterem Saatgut kann durch eine Keimprobe vorab geprüft werden.
Dazu nehme man einen Teller auf den man leicht feuchtes Küchenpapier legt. Auf das Küchenpapier legt man 8–12 Samen und deckt den Teller mit Folie ab.
Nun lässt man die Samen an einem hellen Platz, ohne direkte Sonneneinstrahlung und bei der für die betreffende Art optimalen Temperatur, die meistens zwischen 16°C und 20°C liegt, keimen.
Bei größeren Samen empfiehlt es sich einen tiefen Teller mit Sand zu füllen, in den man die Samen hineindrückt. Während der Keimzeit, die in der Regel zwischen 10 bis 14 Tagen liegt, muss die Unterlage feucht gehalten werden. Ist die Keimdauer verstrichen, zählt man wie viele Samen gekeimt sind. Keimen mehr als die Hälfte der Samen, lässt sich das Saatgut problemlos verwenden. Sollten es deutlich weniger als die Hälfte der Samen sein und gehen diese nur zögernd und ungleichmäßig auf, ist es ratsam neues Saatgut zu kaufen.