18.09.2011

Unterschätzte Gartenhelfer



Das tiefe Brummen der Hummeln wirkt furchteinflößender als das Insekt in Wahrheit ist. Angst muss man vor diesen Gartennützlingen aber nicht haben, da sie sehr gutmütig sind. Während Bienen zur Bestäubung von Obst- und Gemüsesorten bereits landläufig anerkannt sind, werden Hummeln bei der Bestäubung oft unterschätzt. Dabei sind es gerade die Hummeln, die an regnerischen und kalten Tagen die Bestäubung der Blüten übernehmen. Bienen hingegen fliegen vorwiegend bei schönem Wetter.

Die häufigste Hummelart in deutschen Gärten ist die Erdhummel, andere Arten, wie zum Beispiel Deich-, Moos-, Obst- und Samthummeln, sind dagegen vom Aussterben bedroht. Das ständige Abmähen von Böschungen, Gräben, Wegrändern und Wiesen sowie der Einsatz von Unkrautvernichtungsmitteln zerstören die Lebensräume der Hummeln und gefährden ihren Bestand. Auch die zunehmende Monotonie der Garten – und Landwirtschaftsbepflanzung setzt den Hummeln stark zu.

Hier ist ein Umdenken dringend nötig, wenn man diese nützlichen Tiere erhalten möchte.

Helfen kann man den Hummeln unter anderem mit Hummelkästen oder mit locker aufgeschütteten Laub- und Reisighaufen im Garten, damit erhalten die Hummeln einen guten Winterschutz. Im Sommer sollte man darauf achten, dass Hummelnester
nicht einfach zugeschüttet werden.

Hat eine Königin ein Nest gefunden, verarbeitet sie als Erstes eine Tracht Pollen und Nektar und legt darauf einige Eier ab, aus denen sich die ersten Arbeiterinnen entwickeln. Hat die Königin durch die erste Generation Arbeiterinnen tatkräftige Unterstützung, konzentriert sie sich ganz auf die Eiablage. Die Versorgung der Larven wird von den Arbeiterinnen übernommen. Ein gesundes Hummelvolk besteht im Zenit aus ca. 500 Einzeltieren.

Zum Herbst schlüpfen voll ausgebildete Männchen und Weibchen im Hummelvolk. Nach der Paarung nehmen die begatteten Königinnen noch einmal Nahrung auf, um sich dann ein Winterquartier zu suchen.