14.03.2012

Wohnungsnotstand in der heimischen Vogelwelt



In der einheimischen Vogelwelt beginnt in diesen Tagen die Braut-und Bräutigamschau, die längere Sonnenscheindauer und der Beginn des Frühlings geben das Startsignal für die kommende Paarungszeit.
Mit zunehmend lautem Gesang werden bereits die Reviere markiert. Um den kommenden Nachwuchs ungestört aufzuziehen, muss jetzt nur noch ein passender Nistplatz gefunden werden. Und das ist mittlerweile oft das Hauptproblem vor dem die Vögel stehen, denn natürliche Nistplätze sind stellenweise zur Mangelware geworden. Natürliche Höhlen sowie alte und morsche Bäume oder an Gebäuden geeignete Brutnischen sind nur schwer zu finden.
Wer Vögeln deshalb Nisthilfen zur Verfügung stellen möchte, sollte auch auf die unterschiedlichen Bedürfnisse der Vogelarten eingehen.
Spatzen zum Beispiel, die zu den sogenannten Höhlenbrütern zählen, bevorzugen für die Brutaufzucht einen dichten Efeubewuchs an Mauern und Häusern.
Rotkehlchen hingegen, die zu den Nischenbrütern zählen, bevorzugen zur Brutaufzucht eher Bäume, Böschungen oder Fels- und Gebäudewände.
Auch die Hygiene der Nisthilfen ist wichtig, denn enge Vogelbehausungen sind ideale Brutstätten für Parasiten, wie beispielsweise Vogelflöhe und Milben.
Für eine gründliche Reinigung reichen Wasser und Bürste. Chemische Hilfsmitteln werden nicht benötigt. Beim Entfernen des alten Nestes sollte man zum Schutz Gummihandschuhe tragen.
Beim Aufstellen von Nisthilfen ist außerdem zu bedenken, dass Nisthilfen allein noch keine vogelfreundliche Umgebung ausmachen, denn es muss auch ein ausreichendes Nahrungsangebot vorhanden sein. Ein naturnaher Garten mit heimischen Pflanzen als Wohngegend wäre deshalb ideal.
Ist das Vogelheim dann später bezogen, sollte man dessen gefiederte Bewohner möglichst nicht stören. Gelingt die Aufzucht der Jungvögel, wird man sie früher oder später ohnehin zu Gesicht bekommen. Denn Menschen, die Vögel bei der Wohnungssuche helfen, werden mit lieblichem Gesang im eigenen Garten belohnt.

Annett vom TERRA-Team