Pflanzendoktor

Ich habe kleine Kinder. Ist die Hainbuche giftig?

Eine Frage zu Heckenpflanzen am: 13.11.2014

ie Hainbuche ist nicht giftig. Sie bildet auch keine Beeren oder Blüten aus welche schädlich sein könnten.

 

 

Die Hainbuche (Carpinus betulus) gehört zur Familie der Birkengewächse und ist in Europa und Westasien beheimatet. Man kennt sie auch unter dem Namen Weißbuche oder Hagebuche. In Größe und Form ähnelt sie der Rot-Buche - ist aber nicht mit ihr verwandt. Hainbuchen sind sommergrüne Laubbäume, die eine Höhe von 25 m erreichen können. Im Frühjahr zeigen sich die gelben männlichen sowie die grünen weiblichen Kätzchen. Aus den weiblichen Kätzchen entwickeln sich grüne, später gelbbraune Früchte, die vielen Vogelarten als Nahrung dienen. Das leuchtende gelbe Laub ist im Herbst eine Augenweide. Die ovalen, gezähnten Blätter werden im Winter braun und bleiben lange am Baum haften. Erst im Frühjahr, bevor sich der neue Laubaustrieb mit seiner herrlich zarten grünen Farbe zeigt, fallen die alten Blätter ab. Hainbuchen sind frosthart, hitzeresistent sowie windresistent und gedeihen auf jedem Standort und Boden. Man findet sie oft als Solitärbäume in Parkanlagen. Sie können 150 Jahre alt werden. Weißbuchen wachsen recht schnell und eignen sich somit sehr gut als Heckenpflanzen. Ein Jahreszuwachs von 35 cm ist keine Seltenheit und ein starker Rückschnitt wird gut vertragen. Durch den jährlichen Schnitt blühen Weißbuchenhecken nicht und bringen keine Fruchtstände hervor. Das Holz der Hainbuchen ist sehr hart und in vergangener Zeit wurden daraus landwirtschaftliche Geräte, Webstühle und vieles mehr hergestellt. Desweiteren war die Hainbuche ein hervorragender Lieferant für Brennholz. Heute ist die wirtschaftliche Bedeutung eher gering. Der Name Weißbuche entstand aufgrund der hellen Färbung des Holzes. Die Hainbuche bietet einigen Insekten Nahrung und vielen Vögeln geeignete Nistplätze.


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