Gießen im Jahresverlauf

Gießen im Jahresverlauf


Frühjahr

Im Frühjahr sollte man immer einen Blick auf den Wind haben. Sobald sich die Witterung von kalt auf warm umstellt, ist der erste Sturm im Gepäck. Sofern Ihre Pflanzen bereits zart ausgetrieben sind besteht die Gefahr der Vertrocknung. Mit einem kurzen Blick auf den Feuchtigkeitszustand des Bodens kann gegebenenfalls schnell der Gießvorgang eingeleitet werden.


Sommer

Im Sommer sollte natürlich laufend gegossen werden. Wichtig ist besonders im Sommer, auf gar keinen Fall die Blätter beim Gießen zu benetzen. Diese sollten dringend trocken gehalten werden, damit durch die Sonneneinstrahlung am Tage in Verbindung mit dem „Lupeneffekt“ keine Verbrennungen entstehen. Im Sommer bietet es sich an, erst in Abendstunden zu gießen. So hat das Gießwasser die ganze Nacht Zeit in den Wurzelbereich abzusinken. An einem heißen Sommertag besteht die Gefahr, dass das Wasser bereits verdunstet ist, bevor es in den Boden eindringen konnte.


Herbst

Im Herbst sollte man beim Gießen ebenfalls immer ein Blick auf die Sonne und eventuell auch auf Wind und Sturm haben. Es ist nämlich so, daß auch im Herbst Pflanzen bereits geschädigt werden können die noch im vollen Blattwerk stehen und durch den Wind viel Feuchtigkeit verdunsten müssen.


Winter

Für alle laubabwerfenden Gehölze stellt der Winter in der Regel kein Problem für die Wasserversorgung dar. Ohne Blattwerk müssen die Pflanzen kaum verdunsten. Doch alle immergrünen Gehölze sind in der Winterzeit deshalb besonders bei gefrorenen Boden und starker Sonneneinstrahlung am Tage sehr gefährdet. Sollten Sie den Eindruck haben, dass die Blätter der Pflanzen schlappen und der Boden sehr trocken ist, so können Sie mit einem Eimer handwarmen Wasser den Erdboden gießen. Auch wenn das Wasser nach kurzer Zeit im Boden gefriert, so hatte bis dahin die Pflanze genug Zeit etwas Wasser aufzunehmen und sich zu versorgen. Denn erfreulicherweise ist es so, daß bei einem feuchteren Boden die Wurzelspitzen mehr Möglichkeiten haben das gefrorene Wasser aufzutauen und zu den Blättern zu führen.


Bewässerungscomputer

Ein Bewässerungsomputer erleichtert die Arbeiten im Garten erheblich. Er ersetzt aber nicht den Blick auf die Pflanzen und den Boden. Der Computer weiß in der Regel nicht, wie hoch der Wasserbedarf der Pflanzen ist, sondern arbeitet nur starr nach seinem Programm. Wenn es viel regnet, bleibt die Bewässerung weiterhin aktiv und die Pflanzen vernässen. Wenn es im Sommer sehr trocken und heiß ist, reicht die Bewässerungszeit und das innerhalb dieser Zeit ausgebrachte Wasser eventuell nicht aus, damit die Gartenpflanzen unbeschadet bleiben. Ein Tensiometer schafft hier Abhilfe. Es ist aber kein Garant dafür, da durch eventuelle technische Schwierigkeiten und Messfehler Pflanzen zu Schaden kommen können. Eine wöchentliche Kontrolle sollte selbstverständlich sein !


Bewässerungsschlauch

Ein Bewässerungsschlauch der über dem Boden oder sogar IM Boden verlegt wird ist eigentlich eine sehr gute Idee. Leider wird hier häufig ein grundsätzlicher Fehler gemacht. Es ist nämlich ein Trugschluss, dass durch einen Bewässerungsschlauch auf das Einschlämmen der Pflanzen verzichtet werden kann. Wie wir ja bereits gelesen haben Link: einschlämmen, benötigt das korrekte Einschlämmen viel Wasser, welches ein Bewässerungsschlauch mit seinem kleinen Poren nicht bereitstellen kann. Achten sie deshalb darauf, dass trotz der Verlegung eines Bewässerungsschlauchs die Pflanzen ausreichend eingeschlämmt werden. Nachfolgend ist die weitere automatische Versorgung, als Grundversorgung, optimal gewährleistet und nur in heißen Sommertagen oder sonnigen Wintertagen muss zusätzlich gegossen werden.