Gründüngung

Gründüngung

Eine Gründüngung ist so natürlich wie der Name es schon vermuten lässt. Kein mineralischer oder chemischer Dünger wird hier Boden verbessern sondern die als Gründünger genutzte Pflanze an sich. Wobei meist, bis auf ein paar Ausnahmen, gar nicht die lebende Pflanze selbst den Boden düngt, sondern eher ihre Überreste nach Einarbeitung in den Boden. Nur bei Schmetterlingsblütlern, (zum Beispiel den Lupinen, Luzernen und dem Klee) wird sogar Stickstoff im Boden den Pflanzen verfügbar gemacht.

Vorteile der Gründüngung

Eine Gründüngung hat wesentliche Vorteile gegenüber anderen Düngerarten. Während des Wachstums lockern die Wurzeln der Gründüngerpflanzen bereits die Bodenstruktur auf. Sehr tiefgründig wurzelnde Pflanzen helfen so auch die Drainage der Fläche zu verbessern.

Ebenfalls wird bereits in der Wachstumsphase der Vorteil der Unkrautunterdrückung sichtbar. Der Schatten Effekt welcher das Unkraut schlechter wachsen lässt hat gleichzeitig einen positiven Effekt auf das Bodenleben. Larven, Insekten, aber auch die Regenwürmer sind durch das Blätterdach vor Fressfeinden und Austrocknung geschützt. Die unwillkommenen Wurzelälchen hingegen, werden von einigen Gründüngerpflanzen wie dem Tagetes wirksam vertrieben. Das tolle Blütenmeer lockt Insekten und Bienen an.
So hat im Sommer die Gründüngung noch einen weiteren entscheidenden Vorteil: sie reduziert den Anflug von Bienen und Wespen auf unseren Frühstückstisch im Freien, da die blühenden Gründüngerpflanzen eine schmackhafte Alternative sind.

Welcher Gründünger wofür?

  • Für die Bodenlockerung benötigt man tiefwurzelnde Gründüngerpflanzen. Tiefwurzelnde Gründüngerpflanzen sind: Sonnenblumen und Lupine. Diese verbessern auch deutlich das Bodenleben und eignen sich für die Verbesserung von neuen Böden.
  • Zum Nutzen oder der Abwehr von Bienen eignet sich sehr gut der Bienenfreund (Phacelia). Dieser unterdrückt im übrigen auch sehr gut Wildkräuter.
  • Die Tagetes Pflanzen bekämpfen sehr gut die Anzahl der Nematoden im Boden. Hierdurch kann zB. eine Rosenkultur bereits nach einer kurzen Boden verbessernden Wirkung von wenigstens vier Monaten neu angelegt werden.


Natürlich gibt es noch viele weitere Gründüngerpflanzen auf die wir vorerst nicht weiter eingehen, um unsere Informationen auf die wichtigsten zu begrenzen.