Rasenpflege im Herbst

Hand mit Moos vor Vertikutierer auf Grasfläche.
Unter Umständen sinnvoll: Vertikutieren vor dem Winter.
Rasenmäher in herbstlichem Garten.
Bis weit in den Herbst hinein: Mähen, um den Rasen zu kräftigen.
Rechen und Laub in herbstlichem Garten.
Schutz vor Schimmel: Regelmäßig Rechen.
Düngemittel in Beutel aus Rasenfläche.
Dünger versorgt den Rasen mit kräftigenden Nährstoffen.


Der Herbst, der Herbst, der Herbst ist da. Und mit ihm hält ein gemäßigtes Klima Einzug, das die vegetative Ruheperiode einleitet. Nun gilt es, den Garten auf den bevorstehenden Winter vorzubereiten, um ihn vor Schäden zu schützen und zu gewährleisten, dass er im kommenden Frühjahr wieder satt grünt und kräftig blüht.

Ein besonderes Augenmerk gilt dabei wohl auch der größten Vegetationsfläche deutscher Gärten, dem Rasen. Um Schimmel, Moosbefall und kahlen Stellen vorzubeugen, müssen jetzt die dafür notwendigen Maßnahmen ergriffen werden. Fünf Gesichtspunkte gilt es dabei zu berücksichtigen. Hier erfährst du, wie du deinen Rasen optimal für den Winter rüstest.


Vertikutieren des Rasens

Auch wenn die meisten ihren Rasen vorwiegend im Frühjahr vertikutieren, kann es sinnvoll sein, dies auch im Herbst zu tun, um ihn von Moosen zu befreien und aufzufrischen. Grundsätzlich gilt: Bis zu zweimal im Jahr, von April bis maximal Ende Oktober (damit sich der Rasen noch bei milden Temperaturen regenerieren kann). Die Messer sollen die Wurzeln der Gräser nur anritzen, um Wuchs und Verdichtung zu fördern und dürfen nicht zu tief in den Boden schneiden. Unser Tipp: Zwei bis drei Millimeter Tiefe, zunächst längs, dann quer.

Wichtig: Nach dem Vertikutieren für ausreichend Feuchtigkeit sorgen, um Wachstum und Regeneration anzuregen. Kommen kahle Stellen zum Vorschein, besteht jetzt noch einmal die Möglichkeit, nachzusähen.


Mähen der Rasenfläche

Regelmäßiges Mähen des Rasens ist das A und O, um den Rasen zu kräftigen. Dies sollte bei milden Temperaturen bis weit in den Herbst hinein geschehen. Dabei ist es von Bedeutung, den Rasen nicht zu kurz zu schneiden, um Überwucherungen von Schadpflanzen zu vermeiden. Sobald ein dauerhafter Abfall der Temperaturen droht, sollte der Rasen ein letztes Mal auf etwa 4 cm gekürzt werden. Diese Länge gewährleistet die Stabilität der Grasnarbe und sorgt gleichzeitig dafür, dass sich keine Krankheitserreger in zu langen, zusammengedrückten Gras (etwa durch Schneefall oder Begehung) sammeln können.


Regelmäßiges Rechen

Um dafür zu sorgen, dass der Rasen genügend Licht und Luft hat, um gesund zu bleiben, ist es unerlässlich, ihn regelmäßig zu rechen. Befreie Ihn gründlich von Laub, Ästen, Zweigen, Fallobst und sonstigem Unrat um Fäule, Mooswachstum und Pilzbefall entgegenzuwirken. Unser Tipp: Am besten einmal pro Woche abharken, dann kann nichts schiefgehen.


Düngen der Grünfläche

Damit der Rasen möglichst unbeschadet durch die kalte Jahreszeit kommt, hilft es, ihn mit zusätzlichen Nährstoffen dabei zu unterstützen. Spezielle herbstgeeignete, kalium- oder phosphorhaltige mineralische Dünger stärken die Gräser während des Winters effektiv durch ihre wärmeunabhängig verfügbaren, bioaktiven Salze. Von zu stickstoffhaltigen Dünger ist abzusehen. Stickstoff stimuliert das Pflanzenwachstum und wird erst in der Wachstumsperiode im Frühjahr wieder gebraucht.

Wichtig: Weniger ist häufig mehr. Nicht zu spät (vor dem letzten Schnitt) und nicht zu intensiv düngen, dafür gleichmäßig und sorgfältig.

Unter Umständen kann es auch sinnvoll sein, den Rasen zu kalken. Dies ist immer dann der Fall, wenn der Boden übersäuert ist, denn Moose lieben saure Böden. Ob euer Rasen übersäuert ist, lässt sich anhand eines im Fachhandel erhältlichen Bodentests feststellen. Ideal ist ein pH-Wert im leicht sauren Bereich, etwa zwischen 6 und 7. Genauso wie beim Düngen gilt für das Ausbringen von Kalk: Nicht zu intensiv, dafür gleichmäßig und sorgfältig.


Zu guter Letzt: Ruhen lassen

Nachdem der Rasen nun nach allen Regeln der Kunst gepflegt worden ist, gibt es nur noch eins zu tun: Ihn während der Wintermonate ruhen zu lassen. Jetzt, da er nicht mehr wächst, wäre es ihm auch lieb, wenn er möglichst wenig beansprucht wird. Das heißt: Nicht zu oft betreten, denn das kann zu Verdichtungen, Staunässe und zum Bruch der Halme führen. Insbesondere während der Frostperiode sollte man ihn schonen.