Richtig gießen ! - Warum Einschlämmen ?

richtig gießen

Unsere Gartenpflanzen verzeihen uns vieles. Sie können nach einer schlechten Pflanzung bei Sturm auch mal umkippen, ohne dass sie gleich kaputt gehen oder auch lange Zeit ohne ausreichende Nährstoffversorgung zurechtkommen. Wenn eine Sache allerdings nicht stimmt, so nimmt uns unser Gartenfreund das sehr übel. „Die Wasserversorgung !“ Wir sagen Ihnen nachfolgend, wie Sie Ihre  Gartenpflanzen, vor und nach der Pflanzung, sowie im gesamten Jahresverlauf richtig und optimal mit Wasser versorgen, damit diese üppig gedeihen.

Gedanke: was ist mein Boden eigentlich für einer !?
Der erste Gedanke den man sich machen muss, bevor man überhaupt erst an den Gießvorgang denkt, ist der Boden. Um welchen Boden handelt es sich eigentlich, in den Sie Ihre Gartenpflanzen setzen möchten? Hierzu haben wir Ihnen in den Ratgebern link Bodentest ,sowie link die Bodenarten einige hilfreiche Informationen zusammengestellt.

Der Boden ist zu trocken oder sehr naß ? - Dieser Ratgeber hilft !
Wenn Sie nun wissen was für ein Boden Sie haben, und ob er eher zu Trockenheit oder zur Vernässung neigt, so können Sie vor der Pflanzung der Gehölze, den Boden gegebenenfalls mit den passenden Zusatzstoffen aufwerten und nachfolgend deine Bewässerung planen.

Vor der Pflanzung – tauchen !
Wenn Sie Pflanzen aus einer Baumschule erhalten, so sind diese vor einer längeren Reise optimal & fachgerecht gewässert. Wir empfehlen trotzdem die Pflanzen nach der Entnahme aus dem Versand- Paket oder der Palette als Gruppe aufzustellen und einmal reichhaltig zu gießen. Dies können Sie am Besten mit einem Gartenschlauch machen oder Sie stellen die Pflanzen in einem Gefäß mit Wasser oder tauchen sie in einer Wanne. Wir empfehlen, dabei möglichst nur den Wurzelbereich zu tauchen oder zu benetzen und die Blätter möglichst nicht mit Wasser zu behandeln oder abzubrausen. Neben hässlichen Flecken, können so auch Pilze an der Pflanze anhaften.

Tauchen sollten Sie die Pflanzen aber nicht mehrere Tage lang (!) - dies ist ein Mythos der oftmals falsch vermittelt wird. Richtig ist es, die Pflanzen nur eine halbe bis maximal zwei Stunden zu tauchen. In der Baumschule taucht man die Pflanzen gar nur so lange bis keine Luftblasen mehr aus dem Erdballen an die Oberfläche treten. Wenn die Pflanzen tagelang im Wasser stehen bekommen die Wurzeln nicht ausreichend Sauerstoff. Diesen benötigen sie dringend für die Versorgung der Blätter und dem Schutz gegen Schädlinge.
Auch das Pflanzloch oder der Pflanzgraben können vorab gewässert werden, was allerdings die Pflanzarbeit um einiges schwieriger und auch „schmieriger“ gestaltet.

Nach der Pflanzung - einschlämmen !
Der wichtigste Vorgang bei der Pflanzung!  Beherzigen Sie diesen Vorgang und führen das einschlämmen der Neupflanzung möglichst gut und genau nach unseren Anleitung aus, so bekommen Sie ein optimales an Wuchs- und Wachstumsergebnis Ihrer Pflanzen als erfreuliches Geschenk an die Sinne ! Nachdem Sie die Pflanzen eingesetzt und einen Gießrand gebildet haben, können Sie Ihre Pflanzen reichhaltig einschlämmen. Hierbei gilt die Prämisse „viel hilft viel !“ Es geht nicht darum in den nächsten Tagen oder Wochen „häufig“ zu gießen, sondern direkt nach der Pflanzung und eventuell ein zweites Mal nach einer Woche „reichhaltig“ zu gießen ! Gerne können mehrere Stunden vergehen, bevor der kleine See oder die Pfütze unter den Pflanzen eingesickert ist. Für die Wasserversorgung der Pflanze selbst, ist das Wasser in diesem Augenblick überraschenderweise gar nicht ausschlaggebend. Die Pflanze kann so viel Wasser gar nicht aufnehmen. Für die Vorgänge im Wurzelbereich der neu gepflanzten Lieblinge, ist dies allerdings sehr wichtig. Das Gießwasser kann nämlich nur in großer Menge auch im Unterboden die Bodenteilchen zwischen die Wurzelspitzen spülen. So verhindert man, dass zwischen den Wurzeln Luftlöchern entstehen. Das Wasser hat nämlich nur mit viel Kraft so viel Erde um die Wurzeln gespült dass diese fest umschlossen sind.

Darum sollte der Boden feinkrümelig sein !
So erklärt sich auch warum man bei der Pflanzung sehr darauf achten muss, dass der Boden vorher feinkrümelig ist. Ein fester Lehmboden der durch das Aufgraben eines Pflanzloches oder Pflanzgrabens immer noch sehr grobe Klumpen hat, behält natürlich im Untergrund auch nach einem reichhaltigen Einschlämmen viele Höhlen und Löcher in denen die Wurzeln vertrocknen.