Tannen

Tannen sind erhabene, traditionsstarke Gehölze die mit ihrer offenkundigen Bescheidenheit zu den wichtigsten Baumarten und mit ihrem glanzvollen, immergrünen und aromareichen Nadelkleid zu den bereichernsten Gehölzgruppen zählt.

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Niedere Balsamtanne
Bin sehr zufrieden mit dem Bestellvorgang und der Lieferung. Die Niedere Balsamtanne verleiht meinem steingarten den letzten Pfiff.
vom 05.03.2015
Niedere Balsamtanne
Bin sehr zufrieden mit dem Bestellvorgang und der Lieferung. Die Niedere Balsamtanne verleiht meinem steingarten den letzten Pfiff.
vom 05.03.2015
Tannen 4.0/ 5 bei 2 Bewertungen

Tannen

Die Tannen gehören zur Pflanzengattung der Kieferngewächse in der Ordnung der Koniferen. Sie sind immergrüne Nadelbäume, von denen es weltweit ca. 50 Arten gibt.

Tannenbäume zählen zu den imposantesten, tiefwurzelnden Großbäumen mit einer Wuchshöhe von bis zu 60 Metern und sind nach dem Kiefernbaum die häufigsten und artenreichsten Nadelbäume in Europa.

An jedem Tannenbaum befinden sich sowohl männliche als auch weibliche Tannenzapfen. Ihre Vermehrung erfolgt durch Windbestäubung. Im Unterschied zu anderen Nadelbäumen wachsen ihre Tannenzapfen nicht hängend, sondern aufrecht. Sie eignen sich hervorragend zum Basteln für herbstliche und weihnachtliche Dekorationen.

Tannen gehören zu den beliebtesten und häufigsten Weihnachtsbäumen in Deutschland, da ihre Nadeln eher weich geformt sind und sie darüber hinaus über sehr stabile Äste (auch für schwere Weihnachtsdekoration) und ein relativ lang anhaftendes Nadelkleid verfügen. Etwa seit der Frühen Neuzeit gibt es kaum Pflanzen, die so eng mit Weihnachten verbunden sind, wie die Tannen. Das kommt auch zum Ausdruck durch Weihnachtsgedichte, Weihnachtsgeschichten oder Weihnachtslieder.

Weltweit zählen Tannenbäume (wie auch die Fichtenarten und Kiefernarten) zu den wichtigsten Baumarten in der Forstwirtschaft, da sie ohne große Ansprüche an Nährstoffe und Feuchtigkeit bzw. Wasser an ihrem Standort schnell und gerade wachsen.
Alle Tannenarten bevorzugen im Alter einen relativ sonnigen Standort mit feuchtem und nährstoffreichem Boden sowie ein niederschlagsreiches Klima.

Als günstiger Zeitpunkt zum Pflanzen von Tannen empfehlen sich Tage ohne Frost zwischen Herbst-Anfang und Frühlingsanfang, so lange der Boden noch nicht gefroren ist.

Durch das Schneiden werden Tannenbäume zu Verzweigung angeregt, allerdings treiben sie nach dem Kürzen nur an den Enden der Zweige aus.

Das biegsame und harzfreie Tannenholz zählt zum Weichholz. Es kann leicht verarbeitet werden und lässt sich auch gut anstreichen, spalten oder verleimen. Wegen seiner hohen Tragfähigkeit und Wasserbeständigkeit wird das Holz der Tanne gerne als Konstruktionsholz für Häuser Fußböden, Möbel, den Innenausbau und als Resonanzholz für Musikinstrumente verwendet.
Das Tannenholz im Vergleich zu anderen Holzarten geruchsneutral und besonders beständig gegenüber Alkalien und Säuren, weshalb es auch im Sauna-Bau verwendet wird.

Da in früheren Zeiten kaum ein Unterschied zwischen Fichten und Tannen vorgenommen wurde, teilt sich die Tanne ihre Mythologie weitgehend mit der Fichte. Wegen ihrer immergrünen Zweige genoss die Tanne allgemein bei den Germanen die Symbolik von Fruchtbarkeit, ewiger Lebenskraft, Stärke und Wachstum. Im Mythos nicht-christlicher Naturreligionen (Heidentum) sollen Tannenzweige außerdem den Sieg des Lichtes über die Dunkelheit symbolisiert haben.

Tannenspitzen sowie Nadeln und Harz der Tanne enthalten z.B. ätherischen Öle, Vitamine und Enzyme, die traditionell in der Volksmedizin und als Arzneipflanzen Verwendung finden für Mittel gegen Erkältung, Husten, Rheumatismus, und allgemein zur Stärkung der Lunge. Mit ihrer anregenden, kräftigenden und desinfizierenden Wirkung findet die Tanne auch in der Aromatherapie Anwendung.