Apfelbeeren

Die Apfelbeeren sind robuste und anspruchslose Zier- und Nutzsträucher mit attraktiver Blütenpracht, leuchtender Herbstfärbung und überaus gesunden, schmackhaften Fruchtbeeren.

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Apfelbeere Nero
Lieferung in guter Qualität, nun muss er nur noch gut anwachsen und reichlich Früchte tragen
vom 12.09.2016
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Apfelbeeren

Die Apfelbeeren (Aronia) auch als Kahle Apfelbeere oder Schwarze Eberesche bekannt, sind Ziergewächse, die für ihre wohlschmeckenden und überaus gesunden Fruchtbeeren berüchtigt sind. Die schirmförmigen blauschwarzen Fruchtdolden  mit den gesunden  Apfelbeeren sind auch wunderbar geeignet für naturnahe Vogelhecken. Im Mai zeigt Aronia ihre weiß bis rosafarbenen Blüten als Vorgeschmack für die feuerrote Laubfärbung im Herbst. Die robuste Apfelbeere kann sowohl in Solitärstellung als auch in Gruppenformation als frei wachsende Hecke, vorzugsweise in Kombination mit weiteren Herbstfärbern, ansehnlich  integriert werden.

Unsere spezialisierte Baumschule führt inzwischen ein Sortiment verschiedener Wildformen und Sorten mit größeren Beeren und verbessertem Geschmack. Aronia-Arten sind sommergrüne Sträucher mit spitzen, auffallend weinroten Winterknospen. Die relativ anspruchslosen, anpassungsfähigen Apfelbeeren sind extrem frosthart (bis -35 Grad Celsius) durch die späte Blüte im Mai auch bei Spätfrostgefahr noch überaus ertragssicher. Die erbsengroßen, schwarzvioletten, häufig wachsartig überzogenen Fruchtbeeren, die ab Mitte August bis Oktober geerntet werden können, schmecken süß-säuerlich-herb.
Die Beeren werden entweder getrocknet (wie Rosinen) verwertet oder als Likör, herzhafte Konfitüre, Kompott oder Fruchtsaft genossen. Der Saft enthält einen hohen Anteil an Farbstoffen, die vor allem in der Lebensmittelindustrie eingesetzt werden. Neben diesen Flavonoiden finden sich in den Früchten auch zahlreiche Vitamine, Folsäure und Mineralstoffe wie Eisen und Jod. Diese Inhaltsstoffe sollen unter anderem das Immunsystem stärken, gegen Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Magen-, Blasen-, Darm-, Leber- und Gallenbeschwerden wirke und den oxidativen Stress, hervorgerufen durch Operation oder in verschiedenen Phasen der Chemotherapie dank seiner antioxidativen Wirkung signifikant reduzieren.
In Polen und Russland zählt diese Apfelbeere aufgrund ihrer wertvollen Inhaltsstoffe schon seit langem zu den Heilpflanzen.

Die Apfelbeeren sind 1 bis 2 Meter hochgewachsene Ziergehölze, die zu den Kernobstgewächsen, in der Familie der  Rosengewächse gehört. Sie stammen ursprünglich aus dem Osten Nordamerikas, wo sie von den Ureinwohnern schon seit Jahrhunderten als vitaminreiche Winternahrung geschätzt wird.
Anfang des 20. Jahrhunderts haben die Apfelbeeren durch den russischen Botaniker und Pflanzenzüchter I. W. Mitschurin ihren Weg nach Russland gefunden und wurden mit anderen Obstsorten wie Ebereschen und Mispeln gekreuzt bzw. veredelt. Dort wurden sie hauptsächlich als Farbstofflieferant für die Lebensmittel- und Pharma-Industrie genutzt.

Sie wächst an sonnigen bis halbschattigen Standorten und vom feuchten Lehm bis zum trockenen Sand auf nahezu allen Böden. Zudem ist die Apfelbeere wie der Sanddorn sehr windfest und salzverträglich, daher eignet sie sich auch für Küstenregionen.

Alle Apfelbeeren sind selbstfruchtbar, der Fruchtansatz kann allerdings gesteigert werden, wenn Sie mehrere Sorten nebeneinander pflanzen.
Die Apfelbeere bildet Wurzelausläufer und sollte daher überall, wo sie sich nicht ausbreiten darf, mit einer großzügig bemessenen Wurzelsperre gepflanzt werden. Die optimale Pflanzzeit ist der Herbst, sobald der Strauch seine Blätter abgeworfen hat. Sträucher im Topf können Sie jedoch nahezu ganzjährig pflanzen.

Nach dem ersten Jahr sollten Sie im zeitigen Frühjahr zu eng stehende Triebe entfernen und neue Bodentriebe etwa um ein Drittel kürzen, damit sie sich gut verzweigen. In den Folgejahren ist im dreijährigen Turnus ein Auslichtungsschnitt im Spätwinter zu empfehlen, bei dem jeweils die ältesten Haupttriebe entfernt werden.

Weitere Pflegemaßnahmen sind nicht erforderlich und auch auf eine Düngung können Sie in der Regel verzichten, da die Sträucher sehr genügsam sind und auch ohne zusätzliche Nährstoffe gute Erträge bringen.