Rhabarber

Der Rhabarber wird heutzutage als ausdauernde, mehrjährige Nutz-, Zier- und Heilpflanze angebaut und ist in seiner auslebenden Bescheidenheit ein wohlschmeckender und großzügiger Vitaminlieferant.

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Bewertungen

Rhabarber Holsteiner Blut
.......sehr gute Pflanze.
vom 12.09.2016
Rhabarber Holsteiner Blut
Alles bestens.
vom 12.09.2016
Rhabarber Holsteiner Blut
Habe nichts zu beanstanden.Ich bin mit der Qualität und dem Service sehr zufrieden.
vom 05.03.2015
Rhabarber 4.7/ 5 bei 3 Bewertungen

Rhabarber

Alle Rhabarber-Sorten sind beständige, krautige Nutzpflanzen, deren Ursprung sich in der Familie der Knöterichgewächse (Polygonaceae) wiederfindet. Sie besitzen unregelmäßige, unterirdische Wurzelstöcke (Rhizome), aus denen nach der Ruheperiode (Sommer bis Frühjahr) große, leichtwellige Blätter mit langen, fleischigen Stielen (Petiolen) herauswachsen.

Es gibt ca. 60 vom Menschen genutzte Rhabarber-Arten. Sie unterscheiden sich vor allem in der inneren und äußeren Stielfarbe und –dicke (abhängig vom Säuregehalt), in ihrer Wuchslänge sowie in der Erntezeit. Diverse Sorten des Gemeinen Rhabarber (Rheum rhabarbarum) oder Krausblättriger Rhabarber finden in der Küche Verwendung. Zum Verzehr eignen sich insbesondere die fleischigen und besonders aromatischen Stiele der Pflanze. Der säuerliche Geschmack der Rhabarberstiele ergibt sich aus dem hohen Vitamin C-Gehalt, aus Apfel- und Zitronensäure. Der Rhabarber wirkt daher erfrischend, hat wenig Kalorien und ist reichhaltig an vielen gesundheitsfördernden Inhaltsstoffen. Der in dieser Pflanze reichhaltig vorherrschende Vitamin-B- Komplex dient unter anderem der Zellenergie, schützt die Haut, kräftigt das Haar, stärkt den Kreislauf und schont die Nerven. Die hohen Kaliummengen unterstützen das Entschlacken und regen die Verdauung an. Es ist jedoch zu beachten, dass in den Blättern des Rhabarbers Giftstoffe enthalten sind, die bei rohem Verzehr Erbrechen und Kreislaufstörungen hervorrufen können.

Ein altes, traditionelles Heilmittel, von dem seit ca. 4000 Jahren in der chinesischen Pharmazie Gebrauch gemacht wird, sind die Rhabarberwurzeln (Radix Rhei) des Chinesischen Rhabarbers (Rheum officinale). Sie gilt hier als bewährtes Mittel gegen Gelbsucht, Hautgeschwüre, Brandwunden und Prellungen. Die zu Brei zerkleinerten Wurzelteile können zudem als natürliches rötliches Haarfärbemittel verwendet und der Rhabarbersud als Pflanzenschutzmittel, zur Vertreibung von Läusen, genutzt werden.

Rhabarber wird daher heute als Nutz-, Heil- und Zierpflanze auf allen besiedelten Kontinenten angebaut. Die klimatischen Ansprüche des Rhabarbers sind bescheiden, er hat lediglich einen recht hohen Wasserbedarf. Die Stauden lieben einen sonnigen bis halbschattigen Standort und tiefgründigen, nährstoffreichen, humosen Boden. Pflanzen kann man den Rhabarber im Frühjahr oder Herbst.

Die erste Ernte erfolgt meist im zweiten Jahr nach der Pflanzung. Die dicken Blattstiele werden im Frühsommer bis Ende Mai geerntet, in den Folgejahren bis Ende Juli. Damit sich die Pflanze regenerieren kann, sollte sie stets ausreichend Stiele bewahren.

Der Name Rhabarber stammt vom mittellateinischen Wort rheu barbarum ab. Rheum steht für Wurzel und barbarus für ausländisch, fremd. Bei seinem Einzug in Europa wurde die deutsche Bezeichnung Rhabarber vom italienischen Wort rabarbaro abgeleitet.

Seinen Ursprung hat der Rhabarber in der Himalayaregion. Im 18. Jahrhundert gelangte diese Nutzpflanze über Russland nach Europa und ist damit bei uns eine verhältnismäßig junge Kulturform.