Walnuss

Der Walnussbaum ist ein edler Nutz- und Zierbaum der Mensch und Tier schon ab dem 2. Standjahr reichlich nahrhafte Steinfrüchte schenkt.

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Walnuss

Der Walnussbaum ist ein sehr anspruchsvoller und lichtliebender Baum. Er stammt ursprünglich aus Asien und gelangte über Griechenland nach Mitteleuropa.
Schon früh wurde der hohe Nutzen des Baumes von gelehrten Menschen erkannt, die seine Vielfältigkeit als Baumaterial, Medizin und Nahrungsquelle schätzten.

Walnussbäume bevorzugen ein mildes und niederschlagreiches Klima. Das Klima stellt für  das Wohlbefinden und das Wachstum des Walnussbaums den entscheidenden Faktor dar.
Größere Temperaturunterschiede, verträgt der Baum dagegen weniger. Die Blüten reagieren äußerst empfindlich auf schnelle Temperaturstürze. Ideal ist die windgeschützte Lage an Süd- oder Westhängen. Als ungünstig haben sich dagegen Lagen, die Spätfrost begünstigen wie z.B. extreme Mulden oder enge Taleinschnitte erwiesen.
Der Boden sollte tiefgründig, kalkreich, mineralreich und humos sein. Außerdem sollte er eher feucht, allerdings nicht vernässt sein. Bei idealen Bedingungen wird der Baum bis zu 30 Meter hoch und erreicht ein Alter von bis zu 200 Jahren.
Die unpaarig gefiederten Blätter sind nach dem Austrieb zunächst rötlich und später grün gefärbt. Die männlichen Blüten hängen in langen, grünen Kätzchen, die weiblichen sitzen zu zweit oder zu dritt an den Zweigenden. Der Walnussbaum ist einhäusig, Windblütler und selbstbefruchtend. Als Bedingung für eine erfolgreiche Befruchtung gilt, dass die Pollen reif sind und die weiblichen Blüten empfangsfähig. Die weiblichen Blüten erscheinen etwa vier Wochen nach den männlichen Blüten. Mit steigendem Alter wird dieser Zeitunterschied kleiner, was die Chancen für eine Selbstbefruchtung erhöht. Die Früchte sind von einer grünen, später braunen, fleischigen Schale umgeben. Die Frucht ist rund, bis 5 Zentimeter im Durchmesser. Die Nuss ist umschlossen von einer Schale aus grünem Fruchtfleisch. Diese wird im Verlaufe des Reifeprozesses braun und bekommt kleine Risse. Das große Gewicht der Samen erschwert deren Verbreitung. Die Nüsse fallen daher nahe dem Stamm auf den Boden. Von dort werden sie von Tieren verschleppt, die so bei der Verbreitung der Samen und der Ausbreitung des Walnussbaumes helfen.

Für die Bedürfnisse vieler Menschen bietet der Wallnussbaum ein großes Angebot:
Das Nussbaumholz ist ein hochwertiges Edelholz und eignet sich für die Herstellung von Möbeln, Parkettboden, Furnier und Holz für Schnitzarbeiten.
Die Schale der Walnuss findet in der Kosmetik als Bräunungsmittel Verwendung.
Die Früchte werden besonders gern zur Weihnachtszeit unter dem Tannenbaum genascht aber auch in vielen Speisen und Likören werden sie verwendet.
Selbst aus den Blättern kann ein Tee gekocht werden der zur Stärkung der Verdauung beiträgt.
Zusammenfassend lässt sich über den Walnussbaum sagen, dass er zwar durchaus sehr anspruchsvoll und manchmal sogar ein bisschen empfindlich ist aber bei guten klimatischen Verhältnissen gibt der Baum auch viel zurück.