Berberitzen

Berberitzen-Arten sind mehrheitlich extrem winterhart und können daher auch in unseren Breitengraden überall gepflanzt werden. Sie sind resistent gegen Salzluft und hohe Luftverschmutzung, so dass sie für Küstengebiete und Städte sehr geeignet sind.

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Gelbe Zwergberberitze
Die Pflanze ist mir in ihrem Shop sofort aufgefallen. Ich suchte nach einer wilden und freiwachsenden Hecke und dann noch die tolle Farbe bei dieser hat mich gleich gepackt. Als sie dann geliefert wurde war ich begeistert. Sie schmückt meinen Garten wirklich klasse.
vom 05.03.2015
Berberitzen 4.0/ 5 bei 1 Bewertungen

Berberitze - Anwendungsmöglichkeiten

Die Berberitze (Berberis vulgaris) ist eine 1 bis 3 Meter hohe Strauchform aus der Familie der Berberitzengewächse (Berberidaceae). Die meisten Arten haben kräftige Dornen und stammen vorwiegend aus dem asiatischen Raum. Etwa ein Dutzend Arten und viele Zuchtformen werden heutzutage als beliebte Gartensträucher verwendet.
Berberitzen überaus schnittverträglich und somit als dichte, undurchdringbare und schützende Schnitthecken oder auch Zier- und Formhecken vielseitig einsetzbar.

Berberitzen sind extrem winterhart

Die Berberitzen-Arten sind mehrheitlich extrem winterhart und können daher auch in unseren Breitengraden überall gepflanzt werden. Sie sind relativ resistent gegen Salzluft und hohe Luftverschmutzung, so dass sie für Küstengebiete und Großstädte überaus gut geeignet sind.
Berberitzen gedeihen vorwiegend auf kalkhaltigen, trockenen bis mäßig feuchten Standorten sowohl im Licht als auch im Halbschatten.
Im Frühling schmücken sich diese Heckengehölze mit leuchtendgelben oder orangefarbenen Blüten, im Spätsommer oder Winter präsentieren sie ihre länglichen, scharlachroten, blauvioletten oder auch weiß gefärbten Beerenfrüchte, die vor allem durch ihre ungewöhnliche Form auffallen und oftmals für ihren sauren Geschmack bekannt sind.
Immergrüne Arten tragen das ganze Jahr hindurch ihre glänzenden, dunkelgrünen Blätter, während viele laubabwerfende Formen wegen ihrer prächtigen meist orange bis purpurroten Herbstfärbung geschätzt werden. Die Wuchsform der Berberitze ist ebenfalls sehr fassettenreich. Es gibt aufrechte, runde sowie kriechende Formen.


Berberitzen mit Heilwirkung ?

In der Volks- und alternativen Medizin ist die Heilwirkung der Berberitze schon seit langer Zeit beliebt. Der Grund dafür sind die enthaltenen Wirkstoffe wie beispielsweise Apfelsäure, Zitronensäure und Weinsteinsäure.
In der Homöopathie findet der Sauerdorn Anwendung bei Leber- und Nierenerkrankungen sowie bei Rheuma.
Die getrockneten Beeren einiger Berberis-Arten kann man im Handel kaufen. Sie haben einen angenehm säuerlichen Geschmack und werden häufig zu Konfitüre, Mus, Saft, Tee und Wein verarbeitet oder auch als Beigabe in Speisen verwendet.
Namensherkunft
Aufgrund seines säuerlichen Beerengeschmacks sowie seiner Dornen nannte man den Strauch Sauerdorn oder auch Essigbeere. Die Bezeichnung Berberitze und der Gattungsname Berberis stammen von dem arabischen Wort „berberi“ für Muscheln, bezugnehmend auf die Form der Blütenblätter.


Berberitze im Mittelalter

Der Sauerdorn war schon im Mittelalter bekannt und wurde in den Kräuterbüchern beschrieben. Man nutze ihn auch damals bei Lebererkrankungen, gegen Gelbsucht und Rheuma. Die Pflanze fand aber auch als Färbemittel für Wolle und Leder Anwendung.

Die Berberitze oder auch Sauerdorn genannt, hat ihren Namen aus dem arabischen „Berberys", was für Beeren steht. Sie gehört zur Gattung der Berberitzengewächse. Etwa 450 verschiedene Berberitze-Arten, von sommergrünen bis immergrünen Sträuchern, sind bei uns als Zier- oder Heckenpflanzen zu sehen.
Im Frühling treiben ihre leuchtend gelben oder orangen Blüten aus. Ihre Blätter bieten unterschiedliche Farbvarianten in grün, gold, purpurrot oder bronze. Die Beeren, im Spätsommer oder Winter hervorkommend, sind entweder rot oder blauviolett. Die Innenseite der Rinde und das Holz sind gelb, die Zweige stielrund, kantig oder gefurcht.
Da es unwahrscheinlich viele verschiedene Arten der Berberitze gibt, variieren sie auch in der Höhe und Wuchsform. Sie können zwischen 30 und 250 Zentimeter hoch wachsen und eine bodennahe, rundliche bis hin zu aufrechter Wuchsform haben.
Berberitzen lassen sich einfach zurückschneiden und sind aufgrund ihres dichten, undurchdringlichen und schützenden Wuchses, vielseitig als Schnitthecken oder Formhecken einsetzbar. Diese robusten Heckengehölze sind äußerst stadtklimafest und daher auch für Industriegebiete hervorragend geeignet. Berberitzen werden aufgrund ihrer hohen Frosthärte und Windfestigkeit gern als Ziergehölze in Einzelstellung, zur Unterpflanzung von Bäumen und Dachgartenbepflanzung verwendet.
Der Standort der Berberitze ist vergleichsweise einfach zu wählen, denn sie verträgt nahezu alle Bodenarten. Damit sich das Herbstlaub und die Beerenfrüchte optimal entfalten können benötigen nur die sommergrünen Arten einen vollsonnigen Standort. Immergrüne Berberitzen können gut im Halbschatten gepflanzt werden.
Teile der Berberitze wurden bereits im Mittelalter als Heilmittel gegen allerlei Erkrankungen, wie Malaria eingesetzt. Auch Sebastian Kneipp schätzte die Berberitzenwurzel und nutze diese erfolgreich zur Behandlung von Gallensteinen, Gelbsucht und Leberentzündungen.
Zusätzlich kann die Berberitze zur Anregung der Nierenfunktion und zum Abbau von Nierensteinen eingesetzt werden.
Althergebracht ist die Berberitze als Färberpflanze bekannt. Die Wurzel und auch die Rinde wurden zur leuchtend gelben Einfärbung von Baumwolle, Seide und Wolle verwendet, die roten Beeren zur rötlichen Färbung von Seide, Leder, Wolle und Baumwolle. Darüber hinaus kann der Beerensaft als Tinte genutzt werden.